21.11.05

Ganz einfach!

Warum es so ist, wie es ist (mit herzlichstem Gruß an den Wochenend-Misantrophen):
"Es gibt Weinländer und Schnapsländer. Demnach gibt es Weinvölker und Schnapsvölker. Die Weinvölker sind genial; die Schnapsvölker sind zwar nicht allesamt Atheisten, aber sie neigen zumindest zur Götzenanbetung. Die großen Weinvölker sind die Griechen, die Dalmatier, die Spanier, die Etrusker, in den wahren Weinbaugebieten die Italiener, die Franzosen und die Ungarn. Diese Völker haben keinen sogenannten weltgeschichtlichen Ehrgeiz; sie haben sich nicht in den Kopf gesetzt, sie müssten die übrigen Völker erlösen, wenn nötig, mit dem Gewehrkolben. Der Wein bewahrt sie vor Abstraktionen. Die Weinvölker leben in den Traditionen nicht der Weltgeschichte, sondern des Goldenen Zeitalters. Diese Haltung ist die Folge einer der wichtigsten Komponenten des Weins, des Idylle-Öls. Die Weinländer und die Weinbaugebiete sind alle idyllisch." (Béla Hamvas, Philosophie des Weins)